Andreas Hofer (fre)e-teaching blog

August 4, 2009

Multimedia in LMS (Moodle) und CMS

Einsortiert unter: artikel,Moodle,präsentation,tutorial,web 2.0 — ahlearning @ 10:11 am

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Vortrag: Österreichische eLearning Fachdidaktik-Tagung Wien 2008

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Zu diesem Artikel gibt es auch eine Slideshow


Abstract:

Die Verwendung von Multimedia ist in Moodle aufgrund mangelnden Supports für viele Formate keine einfache Angelegenheit. Anhand konkreter Beispiele soll gezeigt werden, wie man mittels bekannter Web. 2.0 Services wie YouTube (Video), Flikr (Foto), aber auch weniger bekannten wie Slideshare und völlig neuen Web 2.0. Services, wie acrobat.com multimedialen eContent, wie Videos, PowerPoint Präsentationen und Podcasts in das eigene LMS/CMS einbindet.

Multimedia hat in Moodle zwei nicht unwesentliche Funktionen: zum einen macht die Verwendung von Multimedia das auf den ersten Blick etwas monoton wirkende Moodle attraktiver für den Lernenden und zum anderen gibt es natürlich Inhalte, die ohne Multimedia kaum oder nur sehr schwer vermittelbar sind. Andererseits sieht die Praxis heute oft noch so aus, dass der Lehrer zwei Arten von Materialien zur Verfügung stellt: Web-Links und Office Dateien (zumeist Word und Powerpoint), wobei sich natürlich viele Schüler (zu Recht) fragen, warum diese Materialien nicht einfach über das Schul-LAN zur Verfügung gestellt werden. Moodle ist weit mehr als ein Container für Office Dateien und Links. Mit der Verwendung von Multimedia beginnt Moodle seine wahren Stärken zu zeigen, die schon lange im Trend von Web. 2.0 Interaktivität, Kooperation und Kommunikation (Wiki, Blog, Foren, etc.) liegen.

Ein Problem bei der Verwendung von Multimedia bei Moodle und CMS (darunter verstehe ich Systeme wie Joomla, aber im weiteren Sinn auch Online Blogs, Wikis, social networking, usw.) ist der mangelnde Support des LMS/CMS für diverse Formate. Für einige Multimedia-Bereiche mangelt es an Playern, bzw. muss der Administrator zusätzliche Module für das LMS/ CMS installieren (z.B. für das von YouTube verwendete Flash-Video).

Diese Probleme lassen sich durch die Verwendung von Web 2.0 Service-Hosting elegant umgehen. Das begrifft die im eLearning gängigsten Formate: .doc, .ppt, .mp3, .pdf, Fotogalerien und natürlich die gängigsten Videoformate.

Webhosts können sehr unterschiedliche Webservices sein. Man kann zwischen Spezialisten

(z.B. YouTube für Videos) und Generalisten (Google Apps und social networks wie z.B. Facebook und MySpace), die unterschiedliche Medien hosten, unterscheiden. Die folgende Tabelle soll eine (nicht vollständige) Übersicht geben:

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Leider gibt es derzeit noch kein Service, das alle gängigen eLearning Formate unterstützt.

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Durch die einfache Verwendung von Web 2.0 Services (embed-Code) wird auch die Individualisierung an der Teilnahme am LMS/CMS gefördert, da auch Schüler relativ leicht ihre eigenen Medien einbinden können. Viele Schüler sind durch die Verwendung von Web 2.0 Services (dies betrifft in erster Linie MySpace und co.) bereits im Umgang mit embed-Codes geübt, was natürlich zu kürzeren Einarbeit-Zeiten führt.


Ich möchte z.B. ein Video in Moodle einbinden. Zunächst logge ich mich dazu in YouTube (oder bei einem anderem Host) ein. Dies setzt natürlich voraus, dass ich am Host einen Account habe. Dann lade ich das Video hoch. Und hier zeigt sich schon ein großer Vorteil des Webhostings: YouTube erkennt eine große Anzahl verschiedener Video-Formate (.flv, .mov, .avi, etc.) für die man in Moodle verschiedene zusätzlich Module installieren müsste und konvertiert diese in ein webfähiges streaming Format (.flv, mit Flash-Player im Browser dargestellt). Schritt Nr. 3, das “Publishing” entfällt bei YouTube, da bei YouTube standardmäßig davon ausgegangen wird, dass es keine Zugriffsbeschränkungen vom Internet geben soll. Der Publishing Dialog von Podbean sieht so aus:



Das “Publishing” oder “Sharing” ermöglicht den Zugriff vom Internet und kann mittels so genannter Tags auch von Suchmaschinen gefunden werden.

Daraufhin sucht man die embed Option (oft gibt es bereits einen “copy” Link):

und fügt diesen in Moodle an benötigter Stelle ein (jede beliebige Aktivität oder Arbeitsmaterial bei der der Editor zur Verfügung steht).



Der Embed-Code muss natürlich im HTML-Modus, den man mittels des <> Buttons ein-und ausschalten kann. Dazu sind keine html Kenntnisse notwendig. Im Anschluss an das Kopieren beendet man den HTML Modus und speichert die Seite. Das Ergebnis sieht dann folgendermaßen aus:


Der Prozess ist im gossen und ganzen nur wenig komplizierter als Text von Word in Moodle zu kopieren. Unter Umständen kann es allerdings notwendig sein den embed-code etwas anzupassen, vor allem dann, wenn die Dimensionen des eingebetteten Mediums nicht stimmen (zu groß oder zu klein). In diesem Fall sind html-Kenntnisse natürlich von Vorteil.

Eingebettet werden Medien zumeist mittels der <object> und <embed> Tags, die für einen Laien sehr kompliziert aussehen. Im folgenden ist ein <object> Tag, das ein Flash-movie einbindet, abgedruckt. Es gibt dem Browser verschiedene Informationen über das Medien Object, darunter um welches Medium es sich handelt, welches Plug-in benötigt wird um es abzuspielen und wo man dieses downloaden kann, sollte es nicht installiert sein.

<object> <object height=”700″ width=”665″ codebase=”http://download.macromedia.com/pub/ shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,115,0″ classid=”clsid:D27CDB6EAE6D-11cf-96B8-444553540000″><embed height=”500″ width=”365″ flashvars=”ext=doc&docId=33d95667-b6cf-48e5-9ffd-c09f15760900&lang=en_US” allowfullscreen=”true” wmode=”transparent” type=”application/x-shockwave-flash” pluginspage=”http://www.adobe.com/shockwave/download/download.cgi? P1_Prod_Version=ShockwaveFlash” quality=”high” src=”https://share.acrobat.com/adc/flex/mpt.swf” /> </object>

Um die Größe des Objektes anzupassen muss man die height/width (Höhe/Breite) Attribute des Tags nach Bedarf ändern.

Für viele dieser Web 2.0 Hosting Services gibt es mittlerweile Programme oder Plug-ins um den upload-Prozess zu erleichtern oder beschleunigen. Auch wenn viele Web 2.0 Seiten durch Ajax-Funktionalitäten an Benutzerfreundlichkeit zugenommen haben, ist das “1-Click-Publishing” doch noch immer einfacher. Beispiele für solche Programme wären:

  • Premiere Elements -Video
  • Picasa -Google Picasa Web Album (gratis!)
  • iSpring – Powerpoint > SlideBoom (gratis!)


    Ähnlich wie bei Multimedia kann man so auch social bookmarking (z.B. delicious), zum Moodle-Kurs hinzufügen:


    Wie man am letzten Beispiel schön sehen kann, kann man das Web 2.0 nicht nur für das Hosting verwenden, sondern auch dessen “soziale” (kollaborative) Komponenten nutzen. So können die Links in dem Beispiel hier von Schülern online bei delicious.com geändert werden (sofern sie einen Zugang dazu haben). Und hier liegt ein großer Unterschied zwischen traditionellem (authoring) eLearning, bei dem der Lehrer (instructional designer) den Content erstellt und dem Web 2.0 eLearning, bei dem der Content “sozial”/kollaborativ erstellt wird.

    Man könnte hier die Entwicklung beim eLearning in etwa folgendermaßen darstellen:


    Langfristig betrachtet werden wahrscheinlich Web 2.0 Dienste die wesentlich schwieriger zu erstellenden und unflexibleren Scorm eLearning Kurse ablösen. Wenn man einen Scorm Kurs mit Frontal-Unterricht vergleicht. dann wäre ein Web 2.0 gehosteter Kurs mit offenen Unterrichtsformen vergleichbar. Die Möglichkeiten sind bei Web 2.0 eLearning sehr flexibel. Man kann Dokumente übe Zoho oder acrobat.com gemeinsam erstellen und in Moodle in einem Portfolio zusammenfassen. Oder man kann eine Foto-Sammlung zu einem Thema (etwa durch die Moodle Datenbank Aktivität) gestalten, bei der die Schüler ihre Foto über ihre eigene social networking Seite (Facebook, etc.) zur Verfügung stellen. Die Möglichkeiten sind derzeit schon sehr groß und ein gewaltiges Potential steckt natürlich in der rapiden Entwicklung des Internets (Ajax und andere neue Technologien).

    Diese erweiterte Benutzerfreundlichkeit/Usability und Partizipationsmöglichkeiten steigern letztendlich auch den Fun-Factor des eLearning seitens der Schüler bzw. Lernenden.

    Zum Abschluss soll hier noch eine Übersicht über die Vorteile des multimedialen Web 2.0 Outsourcings gegeben werden:

  • Keine Probleme mit Formaten und Codecs
  • Simplizität, da keine HTML Kenntnisse benötigt werden
  • Externes Hosting ist zumeist schneller als über den Schulserver
  • Externes Hosting gibt Schul-Netzwerkkapazitäten frei
  • Fördert die Individualisierung durch erhöhte Partizipation und Kollaboration

    Ein Problem bei der Nutzung von Web 2.0 Services, das unter Umständen auftreten könnte, ist, dass gewisse Seiten wie z.B. YouTube (nicht ohne Grund) vom Administrator des Schulnetzwerkes gesperrt sind. Dieses Problem kann aber ganz einfach mit einem Gespräch mit dem Administrator oder durch Ausweichen auf alternative Services (z.B. Google Video, TeacherTube) gelöst werden.


2 Kommentare »

  1. [...] man den Podcast lieber auf einem Blog oder in Moodle gibt es dafür den html-embed Code, den man in jede Webseite einfügen [...]

    Pingback von Podcasting « Andreas Hofer (fre)e-teaching blog — August 17, 2009 @ 1:23 pm | Kommentar

  2. [...] Dazu gibt es auch ein Tutorial. [...]

    Pingback von Multimedia in Moodle (Präsentation) « Andreas Hofer (fre)e-teaching blog — August 17, 2009 @ 10:10 pm | Kommentar


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